Molly

Molly ist der hübsche Name für einen beliebten Zierfisch, der zur Familie der lebend gebärenden Zahnkarpfen gehört. Er stammt ursprünglich aus Südamerika und wurde Ende des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal in Europa vorgestellt. Im Handel ist er in unterschiedlichen Zuchtformen erhältlich. Mollys werden nach ihren Farben benannt. So gibt es den Goldmolly ebenso wie den Marmormolly. Der am häufigsten gehaltene Art ist der Black Molly. Mollys gibt es als Großflosser (Poecilia latipinna) und Kleinflosser (Poecilia sphenops), sowie in diversen Kreuzungen.

Black Molly

So fühlt sich der Molly am wohlsten

Bei einer guten Haltung kann der Molly ein Alter von mehr als fünf Jahren erreichen. Er mag es warm, eine Temperatur unterhalb von 26 Grad behagt ihm nicht. Zudem braucht er hartes Wasser, das einen pH-Wert von 7 und mehr hat. Üppig bepflanzt sollte sein Aquarium sein, der Molly liebt es, sich zu verstecken. Auch seine Jungen, die lebend geboren werden, brauchen diese Zuflucht. Ideal ist die Gruppenhaltung von mindestens fünf Tieren. Das Verhältnis von Männchen und Weibchen muss dabei 1:4 betragen. Sind zu wenig Weibchen im Becken, ist das schwächere Männchen permanenten Attacken ausgesetzt. Mollys sind unkomplizierte Tiere mit einem neugierigen und lebhaften Wesen.


Die Haltung ist ­leicht

Gefüttert wird der Molly dreimal täglich, seine Nahrung muss einen hohen pflanzlichen Anteil haben. Algen und Weizenkeime schmecken ihm und Haferflocken mag er ebenfalls. Auch wenn er angeblich Gurken und Tiefkühlerbsen vertragen soll, ist doch Vorsicht geboten. Anfängern empfiehlt sich das Füttern mit einer Fertigmischung aus dem Fachhandel. Experimente könnten dem Molly schlecht bekommen. Etwas arbeitsintensiv ist die Haltung der Mollys wegen der großen Kotmengen, die sie absetzen. Ein regelmäßiger Wasserwechsel ist Pflicht.

Mit Mollys ist kein Geld zu verdienen

Der weibliche Molly ist ausgesprochen fruchtbar und gebärt mehrmals im Jahr. Ein Ablaichbecken ist überflüssig. In einem gut bepflanzten Aquarium finden die Jungen genügend Versteckmöglichkeiten. Sollen die Jungtiere verkauft werden, ist auf eine saubere Zuchtlinie zu achten. Auch wenn die Kreuzung unterschiedlicher Farben interessante Mischungen ergeben kann, ist der Verkauf dieser Tiere dann schwierig. Die Mehrzahl der Käufer legt Wert auf eine klare Farbgebung nach den üblichen Standards. Zudem hat der Molly nur einen niedrigen Handelswert. Züchten lohnt sich deshalb kaum.