Diskusfisch

Diskusfisch

Der Diskusfisch besticht durch seine Farbenpracht und galt lange Zeit als einer der begehrenswertesten Zierfische. Der Süßwasserfisch aus der Familie der Buntbarsche kommt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet und gehört zu den Fischen, deren Umfeld kostspielig gestaltet werden muss, damit sie sich wohlfühlen.

Diskusfisch

Diskusfisch – © Ulla Trampert / pixelio.de

Haltung des Diskusfischs

Der Diskusfisch fühlt sich in einer Gruppe von sechs bis acht Artgenossen am wohlsten, daher ist die Haltung verhältnismäßig kostspielig. Da man pro Fisch mit mindestens 40 bis 50 Liter Wasser rechnen muss, kommt man auf eine Beckengröße von mindestens 300 Litern, wobei eine Untergrenze von 600 Litern als artgerecht gilt.
Das Gewicht des Beckens bedarf einer sorgfältig ausgewählten Basis, die für Sicherheit und Stabilität sorgt. Der Diskusfisch benötigt eine konstante Wassertemperatur von 29 bis 30 Grad Celsius, wobei er in freier Wildbahn auch durchaus mit 34 Grad Celsius zurecht kommt. Das Wasser sollte einen pH-Wert von pH 7 und gering darunter aufweisen. Um den schwächeren Tieren ausreichend Unterschlupf bieten zu können, sollten viele Pflanzen, Äste und andere Versteckmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Auch Sichtschutzelemente für scheue Tiere, die neugierigen Blicken ausweichen möchten, sind eine wichtige Investition.
Der Diskusfisch ist ein Raubfisch und ernährt sich von kleinsten Krebsen, Würmern und Mückenlarven. Das Durchstöbern von Mulm und das Absuchen der Ecken des Aquariums nach Mikroorganismen und Spurenelementen rundet den Speiseplan vom Diskusfisch ab. Zur Nahrungsaufnahme bläst der Diskusfisch Wasser in den Sand am Boden des Beckens und wirbelt dadurch den Mulm auf. Kleinste Nahrungsbestandteile können so vom Diskusfisch aufgenommen werden.


Die außergewöhnliche Brutpflege
Lange Zeit gelang es Aquarianern nicht, diesen prächtigen Barsch zu vermehren, denn der Diskusfisch zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Brutpflege aus, weshalb es viele Jahre lang zu Schwierigkeiten und Missverständnissen bei der Vermehrung von Diskusfischen kam. Die jungen Fische werden immer wieder im Maul der Eltern gesäubert und anschließend ausgespuckt. Was anfänglich wie Kannibalismus wirkte, erwies sich als optimale Pflege zum Schutz vor Pilzinfektionen. Bis zu vier Wochen nach der Geburt ernähren sich die Jungtiere vom Hautsekret der Eltern, weshalb man die jungen Fische in dieser Zeit noch nicht von den Eltern trennen kann. Eine rege Vermehrung ist ein sicheres Zeichen dafür, dass sich der Diskusfisch wohlfühlt.

Ein Diskusfisch erzählt von seinen Vorfahren Scholle hochkant
Diskusfisch Flickr Photo Sharing

Diskusfisch, 2008-02-17 Baltimore 036 National Aquarium

Diskusfisch; Allie Caulfield (Flickr.com)