Der Einsiedlerkrebs Calcinus elegans

Einsiedlerkrebs

Der Einsiedlerkrebs Calcinus elegans

Unser kleines Riffaquarium in unserer Dreibeckenanlage ist nun 8 Wochen in der Einfahrphase und die Wasserwerte entsprechen recht stabil dem, was in der Fachliteratur empfohlen wird. Ich führe das in erster Linie darauf zurück, daß wir nicht sofort mit dem eiligen Besatz begonnen haben, wie viele es ja fälschlicherweise tun. Doch immer noch erscheint es mir zu früh, in das Becken Fische einzusetzen. Deshalb entschieden wir uns für drei Schnecken und eine Krabbe sowie einen Einsiedlerkrebs. Eigentlich sollten es mehr Einsiedlerkrebse werden, aber unser bevorzugter Händler hatte nur diesen einen verfügbar.

Grundsätzliches über den Einsiedlerkrebs

Einsiedlerkrebs Hermit Crab

Hermit Crab—goingslo (Flickr.com)

Seinen Namen hat der Einsiedlerkrebs von Diogenes, der angeblich in einer Tonne lebte, weil auch diese Krebse ihren empfindlichen Hinterleib in einem Schneckenhaus oder einem anderen hohlen Gegenstand verbergen und zeitlebens dieses schützende Haus mit sich tragen. Die Einsiedlerkrebse gehören, wie auch andere Krebse und Krabben, zu den so genannten Zehnfußkrebsen (Decapoda). Wie oben bereits beschrieben hat der Einsiedlerkrebs aber ein schützendes Haus, weshalb er zwei verkümmerte Beinpaare hat, mit denen er sein Haus festhält.

Einsiedlerkrebs Juvenile Strawberry Land Hermit Crab

Juvenile Strawberry Land Hermit Crab—warrenski (Flickr.com)

Einsiedler sind deshalb so beliebt, weil sie vergleichsweise leicht zu halten sind und als anspruchslose Aquarientiere gelten. Unablässig durchforsten sie das Aquarium und reinigen den Bodengrund und die Einrichtungsgegenstände von Algen, Futterresten und auch toten Tieren. Und natürlich werden sie gehalten, weil sie interessant aussehen und dem Betrachter ein zum Teil bizarres Schauspiel liefern.
Die Tiere werden, das weiß ich von früheren Aquarien 2-4 Jahre alt, wobei 4 Jahre schon das Höchste sind und nur ausnahmsweise vorgekommen ist. Im Schnitt kann man von etwa zwei bis zweieinhalb Jahren ausgehen.

Ich spreche hier von Calcinus elegans, der als besonders schöner Einsiedlerkrebs

Calcinus elegans
Calcinus elegans halte ich persönlich für eine der schönsten Arten unter den Einsiedlerkrebsen. Ihre besonders schöne leuchtende Färbung ist es, was die Aquarianer fasziniert. Der Krebs an sich ist blau oder schwarz. Die Schwarzen haben blaue Beingelenke und die Blauen haben rote Beingelenke. Die Antennen sind immer rot. Die Krallen haben entweder eine weiße oder blaue Farbe. Wobei sich die Farbe erst bei mehr oder weniger adulten Tieren endgültig ausprägt.
Dieser Einsiedlerkrebs ist sehr aktiv und man kann ihn dabei beobachten, wie er unentwegt das Aquarium nach Nahrung untersucht. Wie ich oben bereits schrieb, ernährt er sich in erster Linie von Algen, friß auch u.U. sämtliche Caulerpa radikal weg, verschmäht aber auch tierische Nahrung nicht.
Ich gebe ihm hin und wieder eine beschwerte Gurkenscheibe und gönne ihm auch schon mal ein kl. Stückchen Fleisch. Werden diese Futtergaben nicht gänzlich gegessen, muss man sie spätestens am nächsten Tag wieder entfernen. Dieser Tipp hat aber nur theoretischen Charakter, denn in einem gut besetzten Becken sollten ausreichend „Abfallvertilger“ vorhanden sein, die sich um solche Reste kümmern.

Aquarium World of Calcinus Elegans Blue Hermit Crab 8 Photos
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Einsiedlerkrebs
Einsiedlerkrebs hermit crab Pagurus bernhardus Flickr Photo

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