Bau einer 3-Becken-Aquarienanlage, Süßwasseraquarium, Salzwasser-Aquaristik, Aquarium -9-

Seit Wochen fährt nun unsere 3-Beckenanlage ein, die ersten Bewohner sind ja auch schon drin und schon hat das Ganze Zuwachs bzw. Nachwuchs bekommen.
Einmal haben wir noch ein kleines Becken installiert, das wir im Kellerregal gefunden haben. Ein Schränkchen und eine Pumpe waren auch noch da, also Wasser marsch!

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Das 25-Liter-Aquarium hat zwar eine „Süßwasserrückwand“ soll aber ein kleines Meerwasserbecken werden und zwar als Quarantänebecken.
Demnächst geht es ja um den Einsatz von weiteren niederen Tieren in das große Seewasserbecken und dann kommen die Fische. Da die Meerwassertiere alle recht teuer sind, kommen Neuzugänge künftig grundsätzlich erst in dieses Quarantänebecken.
Mit 25 Litern scheint das zwar sehr klein (vielleicht kommt da auch noch ein 60 cm Becken hin), aber die Tiere kommen ja oft aus ebensolchen kleinen Becken beim Händler und es ist ja nur vorübergehend.

Befüllt wird es mit dem Wasser aus dem großen Becken und bekommt neben diesem Anhängefilter natürlich noch eine Heizung und einen Abschäumer.
Dafür habe ich mich bei Ebay umgesehen und für den halben Neupreis einen V2 Skim 120 Nano-Protein-Skimmer ersteigert. Jemand anders hatte den für ein Nanobecken gekauft, wofür er dann in seinem Fall zu groß und zu hoch war.

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Das kleine Gerät funktioniert tadellos und tut was es soll. Schon nach 24 Stunden setzte die Abschäumwirkung ein. Was mich etwas gewundert hat: Nach dem Einstecken des Steckers tat sich erstmal gar nichts. Das Gerät lief überhaupt nicht. Aber vielleicht brauchte der Magnet am Nadelrad erst ein wenig „Anlaufschwung“, ein nochmaliges wiederholtes Ab- und Anstöpseln brachte ihn dann in Schwung.

Allerdings macht der Zwerg Krach.
Er macht ein etwas nerviges, stakkatoartiges Kotzgeräusch. Ich habe ein kleines Video weiter unten angehängt, das mit einer Aufnahme dieses Abschäumers beginnt.
Nachdem ich meine Hand vom Mikrofon des iPhones genommen habe, kann man das sehr gut hören.
Und wo ich gerade beim iPhone bin: ich habe die Aufnahmen heute alle mit dem Handy gemacht, weil das Ding einfach schneller scharfstellt, als die große Canon, die natürlich viel bessere Bilder macht.
Natürlich habe ich wieder vergessen, das Handy quer zu halten, weshalb ich den Film dann hinterher etwas aufblasen musste, deshalb wackelt es etwas und der Ausschnitt stimmt nicht immer. Macht aber nix, ich will eh bloß kurz den Abschäumer und die kleine Krabbe zeigen.

Kommen wir nochmal kurz auf den Nano-Protein-Skimmer zurück.
Was mir an dem nicht gefällt, ist der geringe Einsatzbereich. Damit meine ich den sehr engen Spielraum zwischen überflutet und zu weit aus dem Wasser.
Der Wassereinlass soll mindesten 1 cm unter Wasser sein, dann ist aber der Luftansaugstutzen schon bedenklich nahe an der Wasseroberfläche.
Einmal einen Becher Wasser nachgefüllt, was ja bei Nanoaquarien für die der gedacht ist, sowieso gleich zu einer Erhöhung des Wasserstands führt, und schon saugt der Skimmer Wasser durch den Luftstutzen und funktioniert nicht mehr.

Aber ich sprach von Nachwuchs und Zuwachs. Das mit dem Zuwachs ist geklärt: Es ist ein Quarantänebecken hinzugekommen.
Nachwuchs gibt es aber auch:

Die Guppys haben inzwischen Nachwuchs bekommen, jedoch hatten die Kleinen bei den vielen Neons und anderen Guppys keine Chancen.
Ich hätte sie herausfangen müssen und in ein separates Becken setzen müssen. Das ging aber schlecht, weil die Guppys sich im Javamoos versteckt hatten und die Neons sehr schnell und hungrig waren.
Nach einer Nacht war der ganze Jungfischbestand geräubert. So an die 12-15 werden es gewesen sein.

So ein Nachwuchsbecken habe ich dank Tanjas lieber Spende:

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Dieser kleine Plastikbehälter ist schwimmfähig und hat seitliche Schlitze. Man hängt ihn einfach ins Aquarium und setzt die Babys da hinein. Dort sind sie vor Fressfeinden sicher und man kann sie mit Aufzuchtfutter großziehen. Es gibt normalerweise auch noch einen Einlegeboden mit Schlitzen, dann kann man die Mutter vor dem „Gebären“ hineinsetzen und die Kleinen können sich nach der Geburt unten verstecken.
Guppys und Platys, die wir haben, zählen ja zu den Lebendgebärenden, weil die Larven sehr weit entwickelt sind und das Ei quasi bei der Geburt verlassen, was dann sozusagen einer Lebendgeburt fertiger Fische entspricht.
Andere Fische legen ja Eier, in denen sich die Fische erst entwickeln müssen.

Nächstes Mal versuche ich die Guppydamen am Trächtigkeitsfleck, einer dunklen Stelle hinten am Bauch, an der man, wie auch am dicken Leib, erkennen kann, ob es bald soweit ist, zu erkennen und da hineinzusetzen.

Bei den Platys musste ich das Männchen absondern und in ein anderes Becken setzen. Er sah aus, als habe er einen Pilz, was sich dann aber bei Lupenbetrachtung als oberflächliche Schuppenverletzung herausstellte. Das ist abgeheilt und der Bösewicht war inzwischen auch ausgemacht. Eines der Guppy-Männchen, ein wunderschöner Kerl mit einem schwarz-dunkelblauen Schmetterlingsschwanz, hat sich zum Terror-Diktator in Becken 3 entwickelt und vor allem den Platys keine Sekunde Ruhe gegönnt. Er jagte die Platys so herum, daß diese sich teilweise verletzten.
Nachdem geklärt war, daß der Platymann nix hatte, kam der wieder zurück ins Becken 3 und der kleine Terrorist zog mit einem Weibchen ins Becken 1 um. Jetzt ist Ruhe in Becken 3.

Ich habe versucht, den kleinen Hektiker mal zu knipsen, aber der ist so unruhig und ich hatte ja nur das iPhone am Start, deshalb ist nur das hier dabei heraus gekommen:

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Die Platys haben die Ruhe genossen und eines der Weibchen, das sowieso schon aussah, als wolle es bald platzen, hat dann in aller Ruhe Junge geboren.
Platys sind etwas größer als Guppys und auch die Jungen haben bessere Chancen, im Gemeinschaftsbecken zu überleben.
Zwei Jungfische sah ich die ganze Zeit, gut im Javamoos versteckt. Sie kamen bei der Fütterung hervor und erwiesen sich als zu flink für die anderen Fische.
Bald schon hatten sie eine Größe erreicht, die es ihnen ermöglichte, nahezu frei zu schwimmen:

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Doch dann sehe ich auf einmal einen dritten Jungfisch, meine Tochter entdeckt noch einen und meine Frau kam der Sache mit einer Taschenlampe auf die Schliche: Es sind an die 10 Junge!
Und die haben sich in einem schmalen Spalt, den die Rückwand zur rechten Seitenscheibe bildet, gut versteckt.

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(Man sieht die Babys auf dem Bild nicht, also nicht vergebens suchen :-) Ich wollte nur den Spalt zeigen.)

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Hier noch ein Bild vom Ancistrus, dem Antennenwels in Becken 3. Ein schöner großer Kerl von 6 cm mit sehr vielen sehr ausgeprägten Antennen.
Auch ins Becken 1 ist so einer eingezogen.
Erstaunlich: Der Wels in Nummer 3 ist immer aktiv, zeigt sich ständig, ist munter und gar nicht übermäßig scheu.
Der in Becken 1 hockt eigentlich immer im „Chevy“, jenem Blubberauto, das meine Familie so liebt. Er kommt nur bei Dunkelheit heraus.

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Das obige Bild ist nur ein Schnappschuss aus dem Becken 2, dem Salzwasserbecken. Es zeigt eine Schnecke und wenn man genau hinsieht, erkennt man wie sie die Algen auf der Scheibe sauber weggefressen hat. Diese blanke Spur über ihr.

Das Video, liebe Leserinnen und Leser, ist kein Kunstwerk. Es soll nur mal eben demonstrieren, was der Skimmer (Abschäumer) für ein komisches Geräusch macht.
Außerdem habe ich noch Aufnahmen von einer Krabbe angehängt.

Wenn’s wieder was Neues gibt, berichte ich wieder.